Berylls - making automobility viable

BERYLLS STATEMENTS

BERYLLS STATEMENTS

Hier finden Sie die jüngsten Aussagen unserer Partner und Experten zu aktuellen technischen, wirtschaftlichen und politischen Themen, die die automobile Welt bewegen.
MAI

FAHRVERBOTE IN EUROPÄISCHEN STÄDTEN TREFFEN 12,6 MILLIONEN PKW DIREKT.

Andreas Radics, geschäftsführender Partner bei Berylls Strategy Advisors zu Fahrverboten in europäischen Städten: „Die Zahl der Städte, die den Verkehr von konventionell angetriebenen Autos eingeschränkt haben oder reduzieren wollen wächst ständig. Seit dem 1. Juni gehört auch Darmstadt, mit Durchfahrverboten in der City, dazu. Die aktuelle Berylls-Analyse zeigt, dass in Europa rund 12,6 Millionen Pkw von den Beschränkungen und Fahrverboten betroffen sind, die in Kommunen bereits gelten oder kurzfristig eingeführt werden sollen. Dabei ist die Effektivität der Maßnahmen bislang nicht erwiesen. Ob diese Fahrbeschränkungen mehr als politische Schachzüge sind, bleibt also abzuwarten, denn die Sperrung von einzelnen Straßenzügen wie beispielsweise in Darmstadt oder Hamburg, verringern die Emissionen zwar an den Messstellen. Sie können durch Umwege, die in Kauf genommen werden müssen, die Abgasbelastung an anderer Stelle sogar erhöhen.
Die Sperrung von ganzen Städten oder Stadtbezirken für Autos mit älteren Abgaseinstufungen, ist zudem aus sozialer Sicht problematisch. Viele Bewohner der betroffenen Städte, aber auch viele Pendler können nicht von heute auf morgen ein neues Auto anschaffen, das von den Beschränkungen nicht betroffen ist. Häufig bieten aber der ÖPNV, Taxen oder Sharing-Angebote keine Alternativen, um die Mobilität zu gewährleisten. Ein Fahrverbot für Autos in Städten, ohne die anderen Verkehrsträger zu ertüchtigen, ist für viele Stadtbewohner und Pendler ein teures Problem, auf das weder Politik noch Kommunen bisher ausreichend reagieren. Immerhin wird in Hamburg, bereits über die Abschaffung der Durchfahrtsbeschränkungen diskutiert und es wird mit dem Fahrdienstleister Moia eine neue elektrifizierte Form der Mobilität angeboten.“
APRIL

DIE TOP 10 DER WELTWEITEN E-AUTO-VERKAUFSZAHLEN – NOCH OHNE DEUTSCHE BETEILIGUNG.

Dr. Jan Burgard, geschäftsführender Partner von Berylls Strategy Advisors analysiert die Top 10 der weltweit meistverkauften E-Autos: „Ein Blick auf die Top 10 der weltweiten E-Auto-Verkaufszahlen, sorgt aus deutscher Sicht für Ernüchterung, denn aktuell findet sich dort kein Modell aus deutschem Haus. Dabei sieht es auf dem Heimatmarkt gar nicht so übel aus. Laut einer Auswertung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags, fahren aktuell rund 80.000 Elektroautos auf unseren Straßen, darunter immerhin 53,4 Prozent deutsche Fabrikate. Im europäischen Ausland liegen die Marktanteile derweil auf wesentlich niedrigerem Niveau. Im E-Auto-Mustermarkt Norwegen stammen 32,3 Prozent der reinen Stromer aus Deutschland; in Belgien sind es 29,5 und in den Niederlanden 20,9 Prozent. Weltweit dominieren dagegen Tesla und asiatische Hersteller. Auch der BMW i3, ehemals in diesem Ranking vertreten, ist seit dem Auftauchen des Tesla 3 nicht mehr dabei.
Wie groß der Kundenbedarf an bezahlbarer E-Mobilität ist, die nicht als Verzichtsmobilität daherkommt, zeigt der durchschlagende Erfolg des jüngsten Tesla-Modells, dass sich seit seinem Erscheinen in den Top 10 hält und hier mittlerweile weit enteilt den ersten Platz belegt. Tatsächlich finden sich alle Tesla-Modelle unter den Top 5. Aber die deutschen OEM sind vorbereitet, um beim Rennen an die Spitze dabei zu sein. Noch zieren die e-tron-, EQ-, i- und i.D.-Modelle zwar überwiegend die Titelblätter der Autozeitschriften und die Hallen der Automessen, wenn sie jedoch in größerer Portfoliobreite für die  Kunden weltweit verfügbar sind, werden es die etablierten E-Auto-Fabrikanten schwer haben ihre Positionen im Ranking zu halten. Diese Annahme wird unter anderem durch erste Vergleichstests deutscher E-Autos mit ihren Konkurrenten durch Fachmagazine bestätigt. Schließlich ist auch ein E-Auto zunächst einmal ein Auto, und wie diese bestmöglich konstruiert und gefertigt sein müssen, das wissen die deutschen OEM. Darum dürfte das nächste Ranking der meistverkauften E-Autos weltweit ganz anders aussehen als das aktuelle – aus Sicht der deutschen Hersteller erfreulicher.“

MESSE SHANGHAI, DIE LEITMESSE DER AUTOWELT.

Dr. Jan Burgard, geschäftsführender Partner bei Berylls Strategy Advisors: „Während die klassischen Automessen in Detroit, Genf und Frankfurt zunehmend und immer schneller an Bedeutung verlieren, geht die Messe Shanghai ihren eigenen Weg. Sie hat sich zunächst zur asiatischen Leitmesse entwickelt, ist auf diesem Niveau jedoch nicht stehengeblieben. Denn wer die Shanghai Auto Show angeschaut hat, sah dort bereits mehr, nämlich die globale Leitmesse für Mobilität. Und während noch im Jahr 2017, dem vorigen Shanghai-Messejahr, die Premium-Hersteller der alten Welt die Themen der Messe setzten, bekommen sie in diesem Jahr erstmals auf breiter Front ernstzunehmende Konkurrenz von den chinesischen Ausstellern. Die haben ihre Zurückhaltung und Bescheidenheit endgültig abgelegt, spielen 2019 ganz vorne mit und sind längst mehr als dreiste Kopierer westlicher Bestseller-Modelle.
E-Mobile sind bei den chinesischen Ausstellern heute eher Standard als echte Messenews, elektronische Gadgets und große Monitore in der Armaturentafel, begeistern die junge und kaufkräftige Klientel im größten Automarkt der Welt. Außerdem kann das heimische Publikum zunehmend nicht trotz, sondern wegen der gebotenen Qualität auch zu chinesischen Autos greifen, auch weil Management-Kompetenz aus Europa und Deutschland dabei hilft, chinesische Produkte stetig zu verbessern. Und damit vermeidet, dass sich ein Scheitern auf breiter Front, wie in den frühen 2000er Jahren mit den Modellen von Landwind und Brilliance, auf internationalen Märkten wiederholt. Tatsächlich ist der Mut, Fehler zuzulassen und aus ihnen zu lernen, bemerkenswert. Derzeit steht der Beweis freilich noch aus, dass die Ambitionen der chinesischen Hersteller auch garantiert zum Erfolg führen. Wer von ihnen am Ende beim Rennen um die internationalen Märkte vorn liegt und wer wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwindet, ist noch völlig offen.
Sicher ist jedoch, dass China in der automobilen Welt ein immer stärkeres Selbstbewusstsein entwickelt. Shanghai 2019 war das Schaufenster, mit dem sich die chinesischen OEM dem staunenden Publikum auf großer Bühne präsentierten. Es wird höchste Zeit, dass sich Europa und die USA einige Bausteine des chinesischen Erfolgsmodells zum Kopieren herauspicken.“
FEBRUAR

BREXIT KANN AN DEN GRUNDFESTEN DER BRITISCHEN AUTOMOBILINDUSTRIE RÜTTELN.

Es bleiben nur noch wenige Wochen, bis das Vereinigte Königreich die EU verlassen wollte – ohne Klarheit darüber, was nach dem 29. März passiert.
Arthur Kipferler, Partner bei Berylls Strategy Advisors: „Sicher ist, dass die meisten Investitionsentscheidungen in einem No-Deal Szenario nicht für Standorte in Großbritannien fallen würden – in der Autoindustrie wird es keine Brexit-Gewinner geben.“
OKTOBER

REGULIERUNG CO2-AUSSTOSS.

Dr. Jan Burgard, geschäftsführender Partner Berylls Strategy Advisors: „Es spricht einiges dafür, dass die von den EU-Umweltministern angekündigten CO2-Grenzwerte einen schnellen Abgesang des Verbrennungsmotors einläuten. Die Elektroautos sollen es nun richten und die Reduktion der Emissionen um 35 % möglich machen. Schließlich emittieren E-Fahrzeuge beim Fahren kein Kohlendioxid, das ist jedenfalls eine weit verbreitete Meinung. Dennoch versprechen sie unter CO2-Gesichtspunkten keine Verbesserung der Situation.
Schließlich basieren unser Energiemix und damit der Strom für die E-Autos weiterhin stark auf fossilen Kraftstoffen. Dem Klima ist es aber egal, ob Kohlendioxid aus dem Auspuff stammt oder beim Verbrennen von Braunkohle für die Stromerzeugung oder die energieintensive Akku-Produktion frei wird. Ich vermisse eine technologieoffene Diskussion der Möglichkeiten, die auch das Potenzial des aktuell verteufelten Dieselmotors einbezieht. Wir werden ihn brauchen, um die Klimaziele der EU zu erreichen.“

UBER MIT STARKEM WACHSTUM, ABER TROTZ POSITIVER TENDENZ IM OPERATIVEN ERGEBNIS NOCH NICHT ÜBER DEN BERG.

Dr. Matthias Kempf, Partner bei Berylls Strategy Advisors: „Uber schreibt nach wie vor hohe Verluste, doch zeigt sich, dass diese trotz eines immer noch extremen Umsatzwachstums schrumpfen. Uber will im zweiten Halbjahr 2019 an die Börse, daher wird großes Augenmerk darauf gelegt, in den nächsten zwei bis drei Quartalen eine schwarze Null oder sogar einen operativen Gewinn auszuweisen. Uber verlangsamt in diesem Zuge sein Wachstum etwas, nimmt den Chauffeuren jedoch einen größeren Anteil der Fahrgastentgelte ab und kapitalisiert auf diesem Weg seine Marktmacht.
Uber besetzt mit den Invests in die komplementären Mobilitätsfelder Leihzweiräder und Lieferdienste sowie den Fokus auf das autonome Fahren die richtigen beziehungsweise zwingend erforderlichen Felder wobei ich den Hype um Flugtaxis für überzogen halte. Der große Gegenspieler DiDi in China verfährt nach dem gleichen Muster. Für Europa sehe ich einen Showdown der beiden Giganten.“

VERKAUFS- UND ZULASSUNGSBESCHRÄNKUNGEN VON FAHRZEUGEN MIT VERBRENNUNGSMOTOR.

Andreas Radics, geschäftsführender Partner Berylls Strategy Advisors: „Würden bereits heute die weltweit angekündigten Verkaufsverbote oder Restriktionen für den Betrieb von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor gelten, wären 50 Prozent vom aktuellen globalen Absatzvolumen betroffen.
Um sich auf diesen markanten Absatzeinbruch einzustellen, müssen alle Fahrzeughersteller mit Hochdruck an einem intelligenten Antriebsmix arbeiten.“
SEPTEMBER

DIGITALISIERUNGSKNOW-HOW VON AUTOMOBILZULIEFERERN.

Peter Eltze, Experte für digitale Unternehmens-Transformation bei Berylls Strategy Advisors: „Eine wirtschaftliche Förderung ist gut und richtig, kann aber lediglich ein Anstoß für die digitale Transformation sein. Denn das Geld muss in den Unternehmen auf fruchtbaren Boden fallen, der ist bei vielen Zulieferern aber nicht vorhanden. Erfolg verspricht die Förderung nämlich erst dann, wenn die Zulieferer eine Balance finden, wie sie bestehende Geschäftsfelder optimieren und gleichzeitig neue Geschäftsideen entwickeln.
Vielfach müssen sie dazu zunächst ein passendes strategisches Konzept entwickeln. Wie schwierig dies für viele Unternehmen ist, zeigt die Berylls Kulturstudie. Denn sie belegt, dass viele Zulieferer aktuell gar nicht die organisatorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten für eine digitale Transformation besitzen. Die Förderung sollte daher auch dazu dienen, fehlende Jobprofile, wie beispielsweise das des Data-Analysten, aufzubauen.“

BERYLLS ANALYSE: CCS-LADESTANDARD LIEGT IN DER WESTLICHEN WELT VORN.

Andreas Radics, geschäftsführender Partner Berylls Strategy Advisors: „Erneut scheint den europäischen OEMs und Zulieferern aus Asien Ungemach zu drohen. Im aktuellen Fall ist die Charging Interface Initiative (CharIN) betroffen, in der sich nahezu alle deutschen Autohersteller, flankiert von europäischen Unternehmen der Automobil- und Energiebranche organisiert haben. Ihr Ziel ist es, einen weltweit einheitlichen Schnellladestandard für E-Autos auf Basis des CCS-Steckers und der dazugehörigen Ladeprotokolle zu schaffen.
Bislang mit einigem Erfolg, denn in Europa und den USA sind die CCS-Lader heute marktbeherrschend. Der neue Plug & Charge-Dienst bei CCS soll ab dem kommenden Frühjahr für noch mehr Akzeptanz sorgen und will das umständliche hantieren mit verschiedenen Ladekarten überflüssig. China und Japan, derzeit mit unterschiedlichen Ladesystemen (GB/T und CHAdeMO) am Markt, gehen dennoch eigene Wege und beabsichtigen nun ihre Entwicklungs-Bemühungen um einen Schnellladestandard für E-Autos zu synchronisieren.
DIALOG

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