BERYLLS STUDIE M&A 2017 - http://www.berylls.com
BERYLLS STUDIE AUTONOMES FAHREN
25. Oktober 2018
pressemeldung_M&A_2017
11. Dezember 2018
STUDIE

BERYLLS STUDIE ZU MERGERS & ACQUISITIONS ALS ENABLER ZUR DIGITALEN TRANSFORMATION.

In der Studie „Mergers & Acquisitions als Enabler zur digitalen Transformation in der Automobilindustrie“ analysierte das Beratungsunternehmen Berylls Strategy Advisors erstmals 257 M&A-Transaktionen explizit in der Automobil- und Mobilitätsindustrie, die 2017 im deutschsprachigen Raum sowie durch Firmen mit Sitz in der DACH-Region durchgeführt wurden.
Erfasst wurden alle Automotive-Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette sowie alle Digital Player mit Schwerpunkt CASE-Technologien (Connectivity, Autonomes Fahren, Shared Services, E-Mobilität). 153.446 Mitarbeiter wechselten im Zuge der Transaktionen den Arbeitgeber, veräußert wurde ein Umsatzvolumen von 41,4 Milliarden Euro. Bei der Mehrheit der Transaktionen (60 %) handelte sich um Komplettübernahmen, aber auch Beteiligungen, Fusionen, Joint Ventures sowie reine Venture-Capital-Investments wurden berücksichtigt. „Die Automobilindustrie rüstet sich für die digitale Zukunft und ist längst zu der Einsicht gekommen, dass Solisten im Wettlauf um das Auto und die Mobilität von morgen chancenlos sind“, sagt Dr. Jan Dannenberg, Partner bei Berylls Strategy Advisors.

M&A-TARGETS 2017 ENTLANG DER AUTOMOBILEN WERTSCHÖPFUNG.

Die Automobilzulieferindustrie war 2017 der größte Sektor für Firmenübernahmen. Im Sektor „Fahrzeugproduktion“ verzerrt die Übernahme von Opel mit 17,7 Milliarden Euro Umsatzwert und 34.500 Mitarbeitern durch PSA das Bild.

2018/2019: ZAHL DER M&A-TRANSAKTIONEN STEIGT WEITER.

Die digitale Transformation der Branche wird sich in diesem Jahr im M&A widerspiegeln. “Die Zahl der Mergers and Acquisitions wird 2018 und voraussichtlich auch 2019 weiter steigen“, sagt Branchenexperte Dannenberg. Die liquiden Mittel der potenziellen Käufer sind hoch, die Finanzierungskosten nach wie vor sehr niedrig und der Druck zu wachsen ist vor allem bei den Zulieferern ungebrochen stark“, führt er aus.

BRANCHE IM WANDEL: KONSOLIDIERUNG UND DIGITALISIERUNG.

Die Studie offenbart zwei parallele Entwicklungen, die die Branche nachhaltig verändern werden:
  1. „Think digital“ ist in der Branche angekommen. Ein Drittel der M&A-Targets 2017 waren „Digitale Player“ und Start-ups.
  2. Die Konsolidierung der Automobilindustrie geht weiter: Rund 100 der insgesamt 257 Unternehmen, die 2017 ihren Eigentümer wechselten, wurden von Unternehmen aus der klassischen Automobilindustrie übernommen, davon 84 von ausländischen Käufern, mehrheitlich aus Europa.

DIGITALE PLAYER VS. KLASSISCHE AUTOMOBILUNTERNEHMEN.

Obwohl gut 1/3 der DACH Transaktionen in 2017 „Digitale Player“ als Ziel hatten, waren die Transaktionen von klassischen Automobilfirmen bedeutend größer.

M&A-AKTEURE: STRATEGEN UND INVESTOREN.

Automobilzulieferer bilden gemeinsam mit Engineering- und Software-Dienstleistern die Mehrheit der „Strategen“. Sie investieren eher konservativ und streben durch M&A-Transaktionen vor allem den Aufbau von neuen Kompetenzen sowie zusätzlicher Marktanteile und neue Kundenbeziehungen an. Auf Platz zwei folgen bereits die „Finanz-Investoren“; 67 Automobilfirmen mit fast 41.000 Mitarbeitern wurden 2017 von Beteiligungsunternehmen übernommen. Venture Capital ist dabei eine relativ neue, aber schnell wachsende Käufergruppe im Automotive-M&A-Markt. Sie platzieren ihre Investments bevorzugt bei Start-ups, die sich mit digitalen Geschäftsmodellen beschäftigen. „Risikokapital wird speziell für die neuen CASE-Technologien zu einem festen Bestandteil der Automobilindustrie werden“, erläutert Branchenexperte Dannenberg.
Die Fahrzeughersteller selbst spielen eine eher untergeordnete Rolle im M&A-Geschehen. Die Übernahme von Opel durch PSA in 2017 (17,7 Milliarden Umsatzwert; 34.500 Mitarbeiter) ist nicht „markttypisch“. Ohne Opel gerechnet akquirierten OEMs in 2017 bei 20 Übernahmen nur 1,7 Milliarden Euro Umsatzwert. Jenseits ihres originären Geschäftsfelds, fokussieren OEMs jedoch immer stärker Digitalisierungsspezialisten. Daimler war 2017 mit 14 Firmenakquisitionen der klare Spitzenreiter unter den „Digital-Käufern“.
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